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Mai 2022

Wielkopolska setzt auf Wasserstoff


Wasserstofftechnologien sind eine der vielversprechenden Richtungen der Entwicklung der emissionsarmen Wirtschaft und begrenzen damit den globalen Klimawandel. Polen ist der fünftgrößte Wasserstoffproduzent weltweit und der drittgrößte in der Europäischen Union. Plangemäß wird es in Polen fünf Hydrogen Valleys geben, die infolge von Analysen des Potenzials der lokalen Industrie in der Lieferkette für die Wasserstoffwirtschaft, des Wissens und der Kompetenzen der Humanressourcen und des sich bildenden Marktes gegründet werden.

Die Willenserklärung zur Gründung des Wielkopolska-Hydrogen Valley wurde bereits im Juli letzten Jahres unterzeichnet, und ihre Unterzeichner sind Vertreter des Marschallamts der Region, Leiter der Selbstverwaltungsorgane der größten Städte in Wielkopolska, d.h. Posen, Konin, Kalisz, Pila, Leszno und Ostrów Wielkopolski, sowie Vertreter der Wissenschaft: der Adam-Mickiewicz-Universität Posen, der Technischen Universität Posen und der Naturwissenschaftlichen Universität Posen und Business: WR30 (Wielkspolska-30-Rat), der Agentur für Regionale Entwicklung in Konin und Unternehmen: Solaris Bus&Coach, Kraftwerke Patnow-Adamow-Konin (ZE PAK).

ZE PAK - Betreibergesellschaft des Braunkohlekraftwerks in der Subregion Konin (östliches Wielkopolska) wird bis 2030 den Braunkohleabbau komplett einstellen. Bis dahin will die ZE PAK auf die Erzeugung von erneuerbaren Energien umstellen und die bestehende Infrastruktur (Energieleitungen) dafür nutzen. Bereits im Herbst 2021 wurde der größte Photovoltaikpark Polens im Landkreis Turek in Betrieb genommen. Er besteht aus 155.554 Photovoltaikmodulen mit der Gesamtleistung von 70 MW und wurde auf ca. 100 ha Bergbaufolgeflächen eingerichtet. Bei dem Bau und dem Betrieb des Parks arbeiten unter anderem ehemalige Bergleute, die nach einer Umschulung Projekte rund um erneuerbare Energien umsetzen. ZE PAK erhielt auch eine Genehmigung für den Betrieb einer Anlage zur Verbrennung von Brennstoffen und Wasserstofferzeugung. Zukünftig hat sie vor, auch grünen Wasserstoff zu erzeugen.

Der Nahverkehrsbetrieb in Posen (MPK Poznan Sp. z o.o.) hat den Kauf von insgesamt 25 Stück 12-Meter-langen wasserstoffbetriebenen Busse ausgeschrieben. Die ersten Fahrzeuge sollen in der zweiten Jahreshälfte 2023 nach Posen kommen. Im Januar dieses Jahres wurde ein Verfahren zur Lieferung und Vertrieb von Wasserstoffkraftstoff ab dem dritten Quartal 2023 eingeleitet, d.h. wenn die ersten Wasserstoffbusse in Posen eintreffen.

Die Eisenbahn Wielkopolska (Koleje Wielkopolskie) - die Verwaltungsgesellschaft der PKM Posener Metropolitanbahn beabsichtigt, in Zukunft Wasserstoffzüge für die Bahnstrecke Wagrowiec (Nordosten von Wielkopolska) - Posen Hbf - Wolsztyn (Südwesten der Region) zu kaufen. Diese Linie ist die einzige unter den 5 PKM Linien, die durch Posen führen, die nicht elektrifiziert ist und derzeit von dieselbetriebenen Zügen bedient wird.

In Pila im Norden Wielkopolskas wird bald eine neue Wohnsiedlung entstehen, wo Wasserstoff für die Heizung benutzt wird.

Alle oben genannten Projekte zeugen davon, wie fortgeschritten Wielkopolska in den unterschiedlichen Wasserstoffprozessen ist. 17.-18.05.2022 war Posen, die Hauptstadt von Wielkopolska, der Veranstalter von Mitteleuropäischem Forum für Wasserstofftechnologien H2Poland. Es fand im Posener Congress Center auf dem Messegelände von MTP statt. Das Forum hat sich zu einer ausgezeichneten Plattform für den Austausch von Ideen und Ansichten über die Wasserstoffwirtschaft entwickelt. Vertreter der Wielkoplska Partnerregionen nahmen daran teil, darunter insbesondere Hessen, Emilia Romagna und Nouvelle-Aquitaine. Hessen wurde von Herrn Dr. Karsten McGovern – Geschäftsführer der LEA LandesEnergieagentur Hessen – vertreten. Es ist erwähnenswert, dass die oben genannten 4 europäischen Regionen seit Jahren auf europäischer Ebene eng zusammenarbeiten und ihre Vertretungen in Brüssel in einem gemeinsamen Gebäude – "unter einem Dach" – sich befinden.

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